Kriterien, um den offiziellen Status als „Transition Town“-Energiewendeinitiative zu erhalten
12. März 2008 von energiewende
- Ein Bewusstsein für das Ölfördermaximum und den Klimawandel als die wichtigsten beiden Triebkräfte für die Energiewende (in Satzung oder Richtlinien aufzunehmen)
- Eine Gruppe von 4-5 Menschen, die bereit sind Führungsrollen zu übernehmen (nicht nur der grenzenlose Enthusiasmus einer Einzelperson)
- Mindestens zwei Mitglieder des Kernteams, die bereit sind, zu Beginn des Prozesses an einer zweitägigen Schulung teilzunehmen. Zunächst werden diese Schulungen in Totnes abgehalten, aber im Laufe der Zeit sollen sie auch in anderen Regionen oder Ländern angeboten werden. Die Energiewendeschulung kann man derzeit nur in Großbritannien machen – wir arbeiten dran.
- Eine potenziell gute Beziehung zur örtlichen Verwaltung
- Ein grundlegendes Verständnis der 12 Schritte auf dem Weg zur Energiewendestadt
- Die Bereitschaft, bei Bedarf um Hilfe zu bitten
- Die Verpflichtung, die Internetpräsenz der Energiewendeinitiative laufend aktuell zu halten – entweder über das Wiki (gemeinsamer Arbeitsbereich im Internet, den wir euch zur Verfügung stellen werden) oder über eine eigene Webseite
- Die Verpflichtung, regelmäßig Beiträge zum „Transition Towns“-Blog zu leisten (Achtung: Welt schaut zu)
- Die Verpflichtung, nach dem Start der Initiative für mindestens zwei andere Gemeinden in der Nähe, in denen es ähnliche Pläne gibt, eine Präsentation zu machen – einen Vortrag der Sorte „Das und das haben wir gemacht“ oder „So war das für uns“
- Die Verpflichtung, im Netzwerk der anderen „Transition Town“-Energiewendestädte mitzuarbeiten
- Die Verpflichtung, mit benachbarten Energiewendegemeinden zusammenzuarbeiten
- Minimale Interessenkonflikte im Kernteam
- Die Verpflichtung, das Energiewende-Netzwerk beim Beantragen nationaler oder internationaler Fördergelder zu unterstützen. Um regionale Fördergelder muss sich jede Initiative selbst kümmern.
- Die Verpflichtung, in der gesamten Initiative so viele Menschen wie möglich einzubeziehen
- Die Erkenntnis, dass zwar wahrscheinlich der gesamte Landkreis oder das gesamte Bundesland die Energiewende nötig hat, aber jeder in seiner eigenen Gemeinde anfangen muss. Möglicherweise führt die Entstehung einer Vielzahl von Energiewende-Gemeinden in der Umgebung dazu, dass irgendeine Art von zentraler Koordinierung eingeführt werden muss, aber das muss sich mit der Zeit entwickeln, und es kann nicht erzwungen werden. (Dieser Punkt wurde hinzugefügt, da es verschiedene Fälle gab, bei denen die Aktivisten gleich ihre ganze Region zur Energiewende bringen wollten statt ihre eigene Gemeinde.)
- Sofern außerordentliche Umstände die Einrichtung einer zentralen Koordinierungs- oder Intitiativstelle bedingen (derzeit in Bristol, Forest of Dean, Brighton & Hove), muss eine solche Stelle sicherstellen, dass die vorliegenden Kriterien für alle Initiativen gelten, die sich innerhalb der betreffenden Region bilden.
- Auf Koordinierungs- oder Intitiativstellen treffen weitere Kriterien zu, die persönlich besprochen werden sollten.
- Und zu guter Letzt empfehlen wir noch, dass mindestens ein Mitglied des Kernteams einen Permakultur-Gestaltungskurs mitgemacht haben sollte … offenbar macht das wirklich einen gewissen Unterschied aus.